Mein Radiomoment: Ein Begleiter in allen Lebenslagen

Mein Radiomoment besteht nicht nur aus einem, sondern aus vielen Augenblicken, in denen ich das Radiohören immer wieder für mich entdeckt habe. Zum Beispiel in meiner Kindheit, als ich – inspiriert vom Rolf-Zuckowski-Song „Du da im Radio“ – darüber nachgedacht habe, wie die Sprecher eigentlich in unser Küchenradio passen. Und wie das dann bloß bei einem Autoradio funktioniert.

Ein anderer Moment war, als ich vor meiner mündlichen Abiturprüfung das Radio eingeschaltet hatte, um mich von meiner Nervosität abzulenken. Im Badezimmer spielte „The Show Must Go On“ von Queen und ich muss zugeben, dass es mich ganz klischeehaft anspornte. Daher danke ich der Person, die mir durch das Spielen dieses Songs 4 Minuten und 31 Sekunden lang neuen Mut schenkte.

Einer meiner Lieblings-Radiomomente ist jedoch das alljährliche Hören der Ostersendung eines bekannten niedersächsischen Radiosenders im Auto, eingequetscht zwischen meinen Geschwistern auf der Rückbank und mit dem honigkuchenpferdigsten Grinsen im Gesicht.

-Paula Schmieding

Mein Radiomoment: Mit dem Radio in die Zukunft?

Ein bisschen verstaubt, unter einem alten Sofakissen kommt das alte Radio zum Vorschein. Ausgestattet sogar noch mit einem Kassettenfach. Tatsächlich funktioniert es auch noch einwandfrei und erfüllt den Raum mit Retrosound, der perfekt zu den „besten Songs aus den 80ern, 90ern und von heute” passt. Wobei das „von heute” ja meistens nur eine euphemistische Bezeichnung für Musik aus den letzten 10-15 Jahren ist. 

In meiner Wohnung gibt es kein richtiges Radio mehr. Schon lange haben Computer, Tablet und Handy diesen Job übernommen. Radio gehört aber irgendwie schon dazu, sei es als Beifahrer im Auto, morgens zum Wachwerden oder wenn es einfach ohne Hintergrundbeschallung zu leise im Haus wäre. Das staubige Empfangsgerät aus dem Keller kommt mir aber nicht wieder in die Wohnung. Denn auch wenn meine Liebe zum Radio groß ist, so ist doch die Liebe zur Vielfalt größer. Ich will mich nicht nur auf die Sender beschränken müssen, die ich über Antenne einstellen kann. Ich will mehr Sender und vor allem die Sender, bei denen mir Musik und Moderatoren wirklich gefallen und denen ich nicht nur zuhören muss, weil es nichts anderes gibt, da die Sender letztlich doch alle gleich sind. 

Im Internet hat man mehr Freiheit. Sei es die weniger aufgesetzte Präsentation der ersten BBC-Formate, die Verknüpfung aus Radio, Podcast und Sozialen Medien für die Community oder die bunte Musikmischung afrikanischer Sender, die sich irgendwo zwischen Elektro, Hiphop und den aktuellsten Charts befindet. 

Radio muss ja nicht trocken und ernst, aber genauso wenig aufgesetzt und albern sein. Wenn die Inhalte stimmen, unterhalten und frisch sind, dann sind auch die Hörer da. Es braucht natürlich ein bisschen Mut, sich an neue Konzepte und Formate zu trauen; denn irgendwann ist es einfach nicht mehr gut genug, die Musik von vor 5 Jahren als “das Beste von heute” zu bezeichnen. 

Während das Kellerradio jetzt, immer noch des letzten Jahrhunderts gedenkend, die millionste Wiederholung der scheinbar einzigen 10 Songs aus den 80ern und 90ern spielt, ziehe ich den Stecker. 

Radio aus, Internet und Radio-Podcast an.

-Johanna Kroke

Mein Radiomoment: Radio hören an der Vltava

Meine erste Reise nach Tschechien war dem spontanen Entschluss gefolgt, weniger zwei Ideen als Träumereien umzusetzen. Ich wollte schon immer mal ins historische Český Krumlov, eine Freundin am sonnigen Ufer der Vtlava im Gras sitzen und Radio hören.

Unsere Vorhaben ergänzten sich gut, also hatten wir einen Plan. Im Internet fand ich ein tschechisches Busunternehmen, das regelmäßig Fahrten über die Grenze nach Český Krumlov anbot. Die Freundin besaß ein altes Transistorradio, wir hatten also alles, was wir brauchten. Ein paar Tage später trafen wir uns am Bahnhof, denn irgendwo hier sollte der Bus halten. Die Frau an der Auskunft wusste das nicht, der Name des Unternehmens war ihr auch fremd. Gefunden haben wir den Bus am Ende doch, nur die Batterien fürs Radio, die nicht, denn die hatten wir wohl irgendwie vergessen.

-Raphaela Obermaier

9. Sendung – Theaterstadt Bremen

Theater ist so gar nicht dein Ding? – Falsch gedacht!

Theater ist nicht nur etwas für alte Menschen in schicker Abendkleidung und mit viel Freizeit… Theater ist jung, aktiv und eine sehr skurrile Welt. Eine, in die auch Studenten viel öfter mal eintauchen sollten. – Das KROSSE.FM-Team hat genau das gewagt: Wo man in Bremen Theater hautnah erleben kann, wie Impro-Theater funktioniert und vieles mehr, erfahrt ihr in unserer 9. Sendung:

Tracklist