13. Sendung -„Bremen: Lichtblicke einer Schattenjagd“

Licht und Schatten – dieses Wortspiel kennt Ihr wahrscheinlich alle. Doch was überwiegt in unserer Stadt? Um dieses herauszufinden, war das KROSSE.FM-Team für Euch unterwegs. Wir haben mit einem Stadtführer der etwas anderen Art und über die düstere Vergangenheit des Bamberger Hauses gesprochen. Aber auch in der Gegenwart haben wir – passend zum Sendungstitel – Lichtblicke auf unserer Schattenjagd gefunden.

 

 

Tracklist

 

Euer KROSSE.FM-Team der 13. Sendung:

Annika, Charlotte, Laura, Marek, Marie, Mira, Sina, Tom

Mein Radiomoment: Das Rechnen mit den Chartplatzierungen

Mein Radiomoment ist eine Erinnerung, die mir durch das Seminar „Krosse.FM“ wieder in den Kopf kam.

Vor mittlerweile so vielen Jahren, dass es mehr als die Hälfte meines Lebens her ist, war ich mit meiner Familie und den Hunden im örtlichen Wald spazieren. Auf der Autofahrt dorthin wurde natürlich das Radio eingeschaltet. Derzeit lief sonntagnachmittags immer der „Chartcountdown“.

Aussteigen – Hunde anleinen – Spazierengehen.

Einige Zeit später dann, zurückgekehrt zum Wagen, machte mein Papa das Radio wieder an, während wir anderen am geöffneten Kofferraum standen, um etwas zu trinken und zu essen. Anstatt auf die Uhr zu schauen oder nach der Zeit zu fragen, rätselte ich für mich allein, wie lange wir wohl spazieren gewesen sein mussten. Meine Taktik: der Musik lauschen. Denn es müssen circa 12 Chartplätze vergangen sein, da ich die Chartplatzierungen stets akribisch mitverfolge – und die Radiosendung nun fast bei Platz Eins angekommen war. Ich rechnete mit meinen Grundschulkenntnissen, wie viele Werbeblöcke es zusätzlich zu den dreieinhalbminütigen Songs wohl in der Zeit gegeben haben musste und kam zu dem Entschluss, dass wir etwas über eine Stunde spazieren waren. Und ich lag richtig damit!

Stolz erzählte ich von meinem Rechenkunstwerk und wir alle merkten in diesem Moment, wie aufmerksam dem Radio doch zugehört wird, obwohl es vermeintlich „nur“ nebenbei lief.

 

-Annika

Mein Radiomoment: Radio hautnah erleben

„I’m walking on sunshiiiiine wooow, I’m walking on sunshiiinee woooow, and don’t it feel good! Hey, alright now!“ – Singen meine beste Freundin und ich lauthals mit dem Radio um die Wette, während wir voller Freude das erste Mal alleine mit dem Auto Richtung Badesee fahren, frische 18 natürlich.

Radio ist für mich, die Musik laut aufzudrehen und bei typischen Songs den Alltag für 3 Minuten zu vergessen.

Nicht zu vernachlässigen ist aber auch dieser eine Song. Der Song, den du in den nächsten 4 Wochen rauf und runter spielen wirst, bis du ihn nicht mehr hören kannst. Genau diesen Song hörst du im Radio das allererste Mal und befiehlst deinem Beifahrer panisch, einen Shazam davon zu machen.

Aber Radio hat mich nicht nur in freudigen Momenten begleitet.

Wenn ich mich morgens zur Schule hochgequält habe und runter zum Frühstücken in die Küche geschlurft bin, haben einige hochmotivierte Menschen durch diesen kleinen Apparat versucht, mich wach zu halten und mir eine positive Stimmung mit in den Tag zu geben. Das habe ich schon immer bewundert.

In der 10. Klasse war es dann so weit: Das Schulpraktikum stand an und ich wollte wissen, wer hinter diesen motivierten Stimmen steckt, die einen am Morgen begrüßen und durch den Tag leiten.

Ich weiß noch, wie perplex ich war, als ich sah, in was für einem unspektakulären Raum das ganze stattfand. Das sollte alles sein?

Aber Nein! Was alles dahinter steckte, von der ersten Idee bis zur Ausstrahlung im Radio, wurde mir in den folgenden zwei Wochen dann klar.

Und genau dies darf ich hier bei KROSSE.FM noch mal am eigenen Leibe erfahren.

Radio ist unglaublich vielfältig und immer für eine Überraschung zu haben!

Ich hoffe, ich werde in Zukunft noch öfter mit dem Radio in Berührung kommen und bin gespannt, was es noch für mich bereit hält.

– Laura K.

12. Sendung: Alltag im grünen Bereich?

Wie kann ich selbst nachhaltiger sein? Neben Tipps und Tricks für ein grüneres Leben im Alltag sowie auf Reisen haben wir von der KROSSE.FM-Redaktion uns nicht nur mit unserem eigenen ökologischen Fußabdruck beschäftigt, sondern auch euch dazu befragt.

Wie immer haben wir auch in dieser Sendung die passende Musik für euch parat.

 

Tracklist

 

Euer KROSSE.FM-Team der 12. Sendung:

Anna-Lena, Cassen, Cedric, Jana, Jonathan, Jule, Laura, Lennart, Paula, Ute, Zina

 

 

Mein Radiomoment: Ein Star zum Anfassen

Die Frage, wie manche Stars im echten Leben drauf sind, haben sich wohl einige Leute bereits gestellt. Während meines 3-monatigen Praktikums bei einem Radiosender in Berlin durfte ich zu meinem Glück einige bekanntere und unbekanntere Stars kennenlernen und habe dabei so meine positiven und negativen Erfahrungen machen dürfen.

In diesem Beitrag möchte ich euch von meiner Erfahrung mit einem der großen Weltstars erzählen. Und zwar mit – Trommelwirbel – Ed Sheeran! Der britische Singer-Songwriter gehört wohl mit zu den beliebtesten Künstlern momentan und mit geschätzten 184,6 Millionen verkauften Tonträgern auch zu den erfolgreichsten. Mein Praktikum habe ich von Januar bis März 2017 absolviert und bin somit glücklicherweise genau in den Veröffentlichungszeitraum seines aktuellen Albums „Divide“ geraten. Nachdem seine ersten beiden Singles “Shape Of You“ und “Castle On The Hill“ veröffentlicht wurden, machten bereits erste Gerüchte die Runde, er könnte dem Sender aus Promozwecken einen Besuch abstatten. Als ich das erste Mal davon Wind bekam, war ich zunächst nicht überzeugt. Ich wusste zwar, dass der Sender in der Vergangenheit bereits von anderen Megastars wie z.B. Justin Bieber besucht wurde, aber Ed Sheeran? Und dann auch noch während ich dort arbeiten darf? Das müsste wirklich ein sehr glücklicher Zufall sein.

Aber wie es das Schicksal wollte, Ende Februar war es soweit. Schon die Tage vorher konnte man die Aufregung der anderen Mitarbeiter und die angespannte Stimmung deutlich spüren. Von vorn herein war klar, dass Ed Sheeran nur eine halbe Stunde Zeit haben würde, weshalb jeder Handgriff sitzen musste – zweite Chancen gab es in dem Fall nicht. Da ich in der Social Media Abteilung arbeitete, war klar, dass ich ganz nah mit ihm zusammenarbeiten würde. Bei Interviews oder Acoustic Sessions war ich meistens für den Ton zuständig und meine Kollegin für die Videoaufnahmen. Von daher lastete auch ein enormer Druck auf mir, denn was kann beim Radio wichtiger sein als der Ton? Wenn ich etwas vergesse oder falsch einstelle, ist der ganze Besuch umsonst und das Interview unbrauchbar. Ihr könnt euch also vorstellen, wie nervös ich war, als der große Tag vor der Tür stand.

Alles wurde vorher streng geheim behandelt. Man wollte um jeden Preis vermeiden, dass Fans von seinem Besuch in der Hauptstadt Wind bekommen und einen Massenauflauf vor dem Sender veranstalten. Ed Sheeran kam also, wie sollte es anders sein, durch die Kellergarage. Vor seiner Ankunft wurden klare Regeln aufgestellt: Keine gemeinsamen Selfies und keine Autogramme (was weniger an Ed Sheeran und seinem Team lag als an dem sehr eng getakteten Zeitplan).

Und dann war es endlich soweit: Ed Sheeran, ganz real in Fleisch und Blut, direkt vor mir. Mein Herz schlug mir bis zum Hals. Obwohl ich nie ein Problem mit der englischen Sprache hatte, bin ich vorher bestimmt tausend mal durchgegangen, wie ich ihn begrüßen würde – wenn er mich denn überhaupt persönlich begrüßen oder ansprechen würde (wir hatten durchaus vorher auch Stars zu Besuch, die sich dafür wohl zu fein waren). Aber der Typ, der da vor mir stand, wirkte überhaupt nicht wie ein großer Weltstar. Er stand total entspannt mit seinen typischen zerstrubbelten roten Haaren vor mir, hielt mir die Hand hin und sagte ganz selbstverständlich: “Hi, I’m Ed.“

Mein erster Gedanke? Mein Gott, ist der klein! Dazu sei vielleicht erwähnt, dass ich mit 1,81m ziemlich groß bin und die meisten Stars mir im echten Leben wohl ziemlich klein vorkommen würden. Mein zweiter Gedanke? Oh mein Gott, du hast gerade Ed Sheeran die Hand geschüttelt und er kennt ab jetzt deinen Namen (auch wenn er ihn wahrscheinlich nach einer Minute bereits wieder vergessen hat). Der erste Punkt auf der Agenda war das Interview mit einem der Moderatoren. Ich durfte dabei den Ton des Interviewers aufnehmen. Meine Hände zitterten erheblich und mein Herz schlug immer noch, als würde es mir direkt aus der Brust springen wollen. Und dann ging es einfach los.

Und was soll ich sagen? Ed Sheeran war genauso entspannt und lustig drauf wie in anderen Interviews, die ich mir bereits zur Vorbereitung online angesehen hatte. Er plauderte über sein neues Album und erzählte ganz selbstverständlich eine Story, in der er Justin Bieber auf dem Golfplatz aus Versehen mit einem Golfschläger ins Gesicht geschlagen hatte. Ganz so, als wäre er einfach nur ein Kumpel mit dem man ein paar Geschichten austauscht.

Mittlerweile hatte sich in der Tür und im Raum eine kleine Menge von Menschen angesammelt. Einige hatten ihr Handy draußen und filmten alles vom Rand aus mit. Muss schon ein komisches Gefühl sein, wenn so viele Kameras auf einen gerichtet sind. Nach dem Interview ging es dann in eine andere Etage des Senders, um die Acoustic Session eines Songs aufzunehmen. Dabei war ich dann nicht mehr für den Ton zuständig, sondern für die zweite Kamera. Diese Art von Videos werden immer in einem kleinen Raum aufgenommen, in dem meistens auch nicht so viel Platz ist. Von daher waren wir dann plötzlich nur noch zu dritt auf recht kleinem Raum. Meine Kollegin, Ed Sheeran und ich.

Die Acoustic Session verging wie im Flug. Ich stand nur etwa 1 – 2 Meter von ihm entfernt, während er uns – zumindest gefühlt – ein kleines Privatkonzert spielte. Meine Hand zitterte während der Aufnahmen immer noch merklich und auch mein Puls hatte sich kein kleines bisschen beruhigt. Aber auch hier merkte man wieder ganz deutlich: Ed Sheeran ist einfach super entspannt. Vor der Session und zwischen den Takes plauderte er immer wieder ganz locker mit uns, machte Witze oder fragte uns etwas. Ganz normal also.

Und dann war er auch wieder weg. Die halbe Stunde fühlte sich an wie fünf Minuten und noch Tage später sprachen wir darüber. Im Sender schickten wir uns gegenseitig alle Videos und Fotos, die entstanden waren. Und so hatte auch ich genug Material, um ein bisschen vor meinen Freunden anzugeben 😉

11. Sendung: Die Stadt voller Musik

KROSSE.FM nimmt euch in der 11. Sendung „Die Stadt voller Musik“ mit zu überraschenden musikalischen Hotspots in Bremen. Wir waren für euch bei Bremen NEXT, im Mono und auf der Straße. Einen dieser Hotspots haben wir uns in das KROSSE.FM-Studio geholt. Die Bremer Band „The Eternal Spirit“ hat uns viel Interessantes erzählt und Musik für euch gemacht.

Hört gerne mal rein!

Tracklist

Mein Radiomoment: Unser Besuch bei Bremen NEXT

Mein Radiomoment war wortwörtlich ein kleiner Radiomoment!
Wir waren als KROSSE.fm-Reporter bei Bremen NEXT zu Gast und durften ein paar Fragen
stellen und ein wenig hinter die Kulissen blicken.

Ich war schon immer ein Radiokind und sah das Radio schon früh als einen treuen
Begleiter im Alltag an. Egal, ob unter der Dusche, beim Putzen oder Auto fahren – bei mir
ist das Radio immer an und je nachdem, welcher Song gespielt wird, wird das Radio auch
mal bis an den Anschlag aufgedreht! Wirklich fasziniert hat mich aber vor allem die Arbeit
der Moderatoren.

Daher war ich auch ziemlich gespannt auf das Gespräch mit den Mitarbeitern des Bremer
Radiosenders Bremen NEXT und vor allem auf die Antworten und Informationen, die wir
bei diesem Besuch bekommen würden. An dieser Stelle will ich natürlich noch nicht zu
viel verraten, aber ich kann sagen, dass es sich mehr als gelohnt hat, mal hinter die
Kulissen sehen zu dürfen und Fragen zu stellen!

Bremen NEXT und vor allem das Team dahinter ist großartig! – Von Anfang an war die
Stimmung zwar konzentriert, aber auch super entspannt und locker. Uns wurde viel über
die Arbeit im Radio erzählt, wie sich so ein Programm aufbaut, was einen guten
Moderator ausmacht und wie man den Weg ins Radio eigentlich finden kann.
An diesen Besuch werde ich wohl noch lange denken und vielleicht wird mein nächster
Radiomoment ein echter Radiomoment 😉 !

make the radio great again,

-Tjada

10. Sendung: Alles neu an der Uni?

Diese Krosse.FM-Sendung geht wirklich JEDEN Studierenden etwas an!

Ihr kennt doch sicher die Situation eines öden und stressigen Uni-Alltags? – Gegen diese Langeweile haben wir uns ganz besondere Beiträge und Tipps einfallen lassen, die bei euch sicher für ein Schmunzeln auf den Lippen sorgen werden.
Was es Frisches und Neues an der Uni geben wird, dass haben wir vom Krosse.FM Team für euch herausgefunden. Hört gerne mal rein:

Tracklist

Mein Radiomoment: Ein Begleiter in allen Lebenslagen

Mein Radiomoment besteht nicht nur aus einem, sondern aus vielen Augenblicken, in denen ich das Radiohören immer wieder für mich entdeckt habe. Zum Beispiel in meiner Kindheit, als ich – inspiriert vom Rolf-Zuckowski-Song „Du da im Radio“ – darüber nachgedacht habe, wie die Sprecher eigentlich in unser Küchenradio passen. Und wie das dann bloß bei einem Autoradio funktioniert.

Ein anderer Moment war, als ich vor meiner mündlichen Abiturprüfung das Radio eingeschaltet hatte, um mich von meiner Nervosität abzulenken. Im Badezimmer spielte „The Show Must Go On“ von Queen und ich muss zugeben, dass es mich ganz klischeehaft anspornte. Daher danke ich der Person, die mir durch das Spielen dieses Songs 4 Minuten und 31 Sekunden lang neuen Mut schenkte.

Einer meiner Lieblings-Radiomomente ist jedoch das alljährliche Hören der Ostersendung eines bekannten niedersächsischen Radiosenders im Auto, eingequetscht zwischen meinen Geschwistern auf der Rückbank und mit dem honigkuchenpferdigsten Grinsen im Gesicht.

-Paula Schmieding

Mein Radiomoment: Mit dem Radio in die Zukunft?

Ein bisschen verstaubt, unter einem alten Sofakissen kommt das alte Radio zum Vorschein. Ausgestattet sogar noch mit einem Kassettenfach. Tatsächlich funktioniert es auch noch einwandfrei und erfüllt den Raum mit Retrosound, der perfekt zu den „besten Songs aus den 80ern, 90ern und von heute” passt. Wobei das „von heute” ja meistens nur eine euphemistische Bezeichnung für Musik aus den letzten 10-15 Jahren ist. 

In meiner Wohnung gibt es kein richtiges Radio mehr. Schon lange haben Computer, Tablet und Handy diesen Job übernommen. Radio gehört aber irgendwie schon dazu, sei es als Beifahrer im Auto, morgens zum Wachwerden oder wenn es einfach ohne Hintergrundbeschallung zu leise im Haus wäre. Das staubige Empfangsgerät aus dem Keller kommt mir aber nicht wieder in die Wohnung. Denn auch wenn meine Liebe zum Radio groß ist, so ist doch die Liebe zur Vielfalt größer. Ich will mich nicht nur auf die Sender beschränken müssen, die ich über Antenne einstellen kann. Ich will mehr Sender und vor allem die Sender, bei denen mir Musik und Moderatoren wirklich gefallen und denen ich nicht nur zuhören muss, weil es nichts anderes gibt, da die Sender letztlich doch alle gleich sind. 

Im Internet hat man mehr Freiheit. Sei es die weniger aufgesetzte Präsentation der ersten BBC-Formate, die Verknüpfung aus Radio, Podcast und Sozialen Medien für die Community oder die bunte Musikmischung afrikanischer Sender, die sich irgendwo zwischen Elektro, Hiphop und den aktuellsten Charts befindet. 

Radio muss ja nicht trocken und ernst, aber genauso wenig aufgesetzt und albern sein. Wenn die Inhalte stimmen, unterhalten und frisch sind, dann sind auch die Hörer da. Es braucht natürlich ein bisschen Mut, sich an neue Konzepte und Formate zu trauen; denn irgendwann ist es einfach nicht mehr gut genug, die Musik von vor 5 Jahren als “das Beste von heute” zu bezeichnen. 

Während das Kellerradio jetzt, immer noch des letzten Jahrhunderts gedenkend, die millionste Wiederholung der scheinbar einzigen 10 Songs aus den 80ern und 90ern spielt, ziehe ich den Stecker. 

Radio aus, Internet und Radio-Podcast an.

-Johanna Kroke